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Die Partnerstädte

Unsere Frühlingsfahrt nach Le Pecq sur Seine vom 20.-22.06.2003

Abfahrt 20. Juni, 12 Uhr ab Eissporthalle! 37 Teilnehmer aus unserem Verein und ein Gast waren pünktlich zur Stelle - erste positive Überraschung: Uns stand ein ganz neuer 54-Sitzer Setra Luxusklasse 400 zur Verfügung (war das preiswerteste Angebot!). Ein tolles Wochenende wartete auf die Reisenden, denn wie immer hatten unsere Freunde in Le Pecq ein großartiges Programm (und anstrengend) für uns vorbereitet.
Bis Flughafen Charles de Gaulle ging ja alles gut, dann Freitag Abend - ein Riesenstau, der sich auch auf der A 86 fortsetzte - das kostete uns eine glatte Stunde (was für die uns erwartenden Gastgeber genau so schlimm - aber nicht zu ändern war). Wir konnten uns wenigstens per Handy verständigen. Um 8 Uhr waren wir dann vor Ort. Alles musste nun schnell gehen, denn der Bürgermeister hatte zu einem festlichen Diner im "Salle des Fêtes" eingeladen.
Wie es in Frankreich kaum anders sein konnte, waren die Tische f ür 180 Gäste festlich gedeckt - und was "aufgedeckt" wurde konnte sich auch sehen und genießen lassen. In seinen Begrüßungsworten wies Herr Gournac auf die Bedeutung der Städtepartnerschaften hin, so würde "von unten" Stein auf Stein das "Haus Europa" gebaut, unsere Partnerschaft sei ein gutes Beispiel für das Kennen Lernen von Mensch zu Mensch. Dem können wir nur zustimmen.

Am Samstag ging es zum ersten "Highlight", der Besuch der Gärten von Monet in Giverny - ein längeres Verweilen ließ der Zeitplan leider nicht zu, denn mittags ging es zum Essen auf einem "Obstbauernhof". Ein Landwirt hatte sich auf den Apfelanbau und Kelterung spezialisiert und bot in seinem dekorativen Hof - um geben von schönen alten Gebäuden - den Gästen ein rustikales Mal aus Paté, Salat, Käse - und viel Apfelcidre an, der frisch und belebend schmeckte.

Weiter ging es zu den Kalkfelsen an einer Seine Schleife in Les Andelys
Hier auf einem Fels ließ Richard Löwenherz um 1196 eine Burg errichten: das Chateau Gaillard. Nach seinem Tod 1199 wurde die Anlage nach schlimmen Kämpfen erstürmt und der Weg nach Rouen freigemacht. 1205 fällt die Normandie an das Königreich.

Der Tag war noch lange nicht zu Ende. Abends ging es "auf nach Paris". Der 21.6. ist der Tag der Musik in ganz Frankreich. Mit der S-Bahn um 20 Uhr hinein, um 21 Uhr 30 hieß es "Leinen los" zur Fahrt mit einem Bateau Mouche auf der Seine. Hunderte von Kapellen, Gesangsgruppen bevölkerten die Stadt und noch um Mitternacht war auf den Boulevards fast kein Durchkommen. Das war ein langer Tag - und eine kurze Nacht.

Am Sonntag "lief es dann ruhiger". Besuch einer der schönsten Märkte der Gegend in St.Germain - bei brütender Hitze. Per Pedes unter fachkundiger Führung nach 2 Stunden wieder zum Bus am Hotel de Ville (Gepäck schon verladen) und ab in das „Quartier Mexique“ auf dem rechten Seine-Ufer in Le Pecq. Zwei Stadtteile "Canada" und "Mexique" feierten gemeinsam ein Sommerpicknick - herrlich unter Bäumen zu dem wir eingeladen wurden - da wurde es dann richtig gemütlich - wenn auch zu heiß. Jeder Teilnehmer hatte etwas zu Essen und zu Trinken mitgebracht, Tische und Bänke waren aufgestellt. Es waren sicher mehr als 200 Bürger, die mit uns den Morgen genossen und uns dann mit einer Stunde Verspätung um 15 Uhr herzlich verabschiedeten.

Kein Stau, Pause für den Fahrer, um halb zehn Eintreffen in Hennef, zufrieden, glücklich aber müde kamen alle wieder wohlbehalten zu Hause an.
So schnell werden die Teilnehmer diese Frühlingsfahrt wohl nicht vergessen.

H.J.Tonndorf